Schon gewusst…?

Es ist unmöglich mit offenen Augen zu niesen.

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    hier ist nun das Tor in den Advent 2020


    hier kann jeder , beginnend mit dem 1.Advent

    jeden Tag seine Gedanken zum Advent einschreiben

    oder auch ein Bild eingeben.

    Ja und je mehr umso besser

    und so kommen wir ganz von selber in der Adventszeit

    bis hin zur Weihnachtszeit

    ich wünsche euch eine gute und besinnliche Zeit.



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    niemals aufgeben

  • na habt Ihr schon euren Adventskalender ?


    Der Adventskalender

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    Im Dezember konsequent
    beginnt am Sonntag der Advent.
    Am Kalender wohl durchdacht,
    wird's erste Türchen aufgemacht.

    Jeden Tag muss man nun suchen,
    wo steckt die Zahl nur, ohne fluchen.
    Ob eine 10, ob ungerade,
    dahinter wieder Schokolade.

    Mal als Trompete, mal als Engel,
    da freut sich auch der Lausebengel.
    Darf vierundzwanzig mal nun naschen
    und sich danach die Hände waschen.

    Und wenn die letzte Tür dann offen,
    wir uns was Neues nun erhoffen,
    steht auf dem Tisch kerzengerade
    der Weihnachtsmann - aus Schokolade.

    niemals aufgeben

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    Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,

    aber als Knecht Ruprecht schon

    kommt der Winter hergeschritten,

    und als bald aus Schnees Mitten

    klingt des Schlittenglöckleins Ton.


    Und was jüngst noch, fern und nah,

    bunt auf uns hernieder sah,

    weiß sind Türme, Dächer, Zweige,

    und das Jahr geht auf die Neige,

    und das schönste Fest ist da.


    Tag du der Geburt des Herrn,

    heute bist Du uns noch fern,

    aber Tannen, Engel, Fahnen

    lassen uns den Tag schon ahnen,

    und wir sehen schon den Stern




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    niemals aufgeben

  • Der Adventskalender oder Weihnachtskalender

    war ursprünglich dafür gedacht,

    Kindern die Zeit zum Weihnachtsfest zu verkürzen.


    Während die Motive des Bildhintergrundes und die Herstellungsweise wechselten,

    blieb die Anzahl der Kästchen, hinter deren aufklappbaren Türchen mit 24 konstant.

    Dies entspricht den Tagen vom 1. Dezember bis zum 24. Dezember (Heilig Abend).


    Ursprung des Adventskalenders

    Bis ins 17. Jh. lassen sich die eigentlichen Ursprünge des Adventskalenders zurück verfolgen.

    So wurden in religiösen Familien im Dezember 24 Bilder nach und nach an die Wand gehängt.


    Eine andere Variante war der sogen. Strichkalender:

    24 an die Türe gemalte Kreidestriche,

    von denen die Kinder täglich einen wegwischen durften.


    In katholischen Regionen wurden Strohhalme in die noch leere Krippe gelegt,

    immer ein neuer Halm für jeden Tag bis Heilig Abend.





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  • Hast du schon eine Mistel über deiner Haustür angebracht?

    Hier erzähle ich dir etwas von dieser Pflanze

    und sie wird nun uns auch in die Welt des Advents

    der Kinderträume und auch der insgeheimen Wünsche von Erwachsenen

    der Vorweihnachtszeit begleiten

    damit auch du den Zauber des Advents erleben kannst.

    Ich habe nach einem Adventskalender der Welt gesucht

    doch der war einfach zu groß,

    daher habe ich die Türen auf der ganzen Welt eingefangen

    die uns jeden Tag ein Stück weiter zur Weihnachtszeit begleiten.

    Über der Haustür angebracht, schützt die Mistel außerdem gegen böse Geister.
    Auch heute noch gilt ein an Weihnachten an den Türstock gebundener Mistelzweig als Glücksbringer für das bevorstehende Jahr.




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  • 24 Türen habe ich für dich in aller Welt gesucht

    und habe sie auch gefunden.

    24 Türen die wenn du sie aufmachst dir viel von der

    Advents und Weihnachtswelt erzählen


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    und damit du all diese Türen auch aufmachen kannst

    habe ich dir noch den passenden Schlüssel dazu gefunden.


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    Der Schneemann


    Guten Morgen weißer Herr,

    dick und schwer!

    In unserem Garten stehn,

    ist das nicht schön?

    Schau´n sie nur die Bäume an!

    Im Sommer hängen Kirschen dran!


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    Ihr Hut mein Herr ist wirklich sonderbar;

    ob er nicht einmal ein Kochtopf war?

    Ihre Nase spitz und gelb, lag sie nicht drüben

    im Küchenkorb noch gestern bei den Rüben?


    Ach, Ihre Pfeife gibt ja keinen Rauch!

    Und Knöpfe fehlen an der Weste auch!

    Welcher Schneider hat ihre Kleider

    über Nacht


    schön gemacht?

    Ihr Wanderstecken ist famos!

    Sie wollen mich fangen? Bitte! Los!


    Der stille Riese rührt sich nicht;

    was ist er doch für dich ein armer Wicht! Die Spatzen gehen ohne Manieren auf einem Eisenhut spazieren.


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    Nun schmilzt er gar im Sonnenschein!

    Ich möchte wirklich kein Schneemann sein!

    niemals aufgeben

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    der Pfefferkuchenmann


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    Es war einmal ein Pfefferkuchenmann

    von Wuchse groß und mächtig,

    und was seinen inneren Wert betraf,

    so sagte der Bäcker: "Prächtig!"


    Auf dieses glänzende Zeugnis hin

    erstand ihn der Onkel Heller

    und stellte ihn seinem Patenkind,

    dem Fritz, auf den Weihnachtsteller.


    Doch war mit dem Pfefferkuchenmann

    der Fritz ins Gespräch gekommen,

    da hatte er schon - aus Höflichkeit -

    die Mütze ihm abgenommen.


    Als schlafen ging der Pfefferkuchenmann,

    da bog er sich krumm vor Schmerze:

    An der linken Seite fehlte fast ganz

    sein stolzes Rosinenherze!


    Als Fritz tags darauf den Pfefferkuchenmann

    besuchte, ganz früh und alleine,

    da fehlten, o Schreck, dem armen Kerl

    ein Arm schon und beide Beine!


    Und wo einst saß am Pfefferkuchenmann

    die mächtige Habichtsnase,

    da war ein Loch! Und er weinte still

    eine bräunliche Sirupblase.


    Von nun an nahm der Pfefferkuchenmann

    ein reißendes, schreckliches Ende:

    Das letzte Stückchen kam schließlich durch Tausch

    in Schwester Margretchens Hände.


    Die kochte als sorgliche Hausfrau daraus

    für ihre hungrige Puppe

    auf ihrem neuen Spiritusherd

    eine kräftige, leckere Suppe.


    Und das geschah dem Pfefferkuchenmann,

    den einst so viele bewundert

    in seiner Schönheit bei Bäcker Schmidt,

    im Jahre neunzehnhundert.


    Paul Richter

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    Im Weihnachtshimmel

    Im Weihnachtshimmel war Hochbetrieb

    die Englein schafften mit Mehl und Sieb,

    sie schleppten Eier herbei und Speck,

    und wirkten mit Schüsseln und Nudelbrett.f325t13975p104780n4_SKZJyExW.gif

    Das war ein Kneten und ein Rühren,

    ein formen stechen und Feuerschüren,

    da wurden Rosinen gewaschen und Nüsse geknackt,

    und auch die Mandeln ganz fein gehackt.

    Viel hatte der Weihnachtsmann zu bedenken,

    denn er musste das ganze Backfest ja lenken,

    ,f325t13975p104780n5_BGgPOhTj.gif und alles probieren und darauf achten

    daß die Englein auch nichts verkehrtes machten.

    Gerade wollte er ein neues Gebäck anfangen,

    da war ihm der Zucker ausgegangen.

    Er rief: "He, Pausback,

    hol uns rasch einen neuen Zuckersack!"

    Der strich sich zurecht die verwirrten Locken,

    und machte sich hurtig auf die Socken.

    Er flog in den Vorratsraum hinaus

    und suchte den größten Zuckersack aus.

    Doch weil der zum Tragen ihm viel zu schwer,

    schleifte er ihn einfach hinter sich her.

    Als er vorbei kam am Sternentor,

    zog der Mond mit seiner Herde hervor.

    Rasch wollte der Engel vorbei sich zwängen,

    doch der Sack blieb an der Mondsichel hängen.

    Es gab einen Riss und tat einen Knack,

    ein großes Loch hatte der Zuckersack,

    und wie ein Glitzerstrahl rieselte munter,

    der Zucker auf die Erde hinunter.

    Am Himmelsfenster stands Engelein,

    und wusste vor Schreck nicht aus noch ein.

    Doch auf der Erde war große Freud,

    Ein Kinderjubel: "Es schneit! Es schneit!"

    Und Dächer und Zäune schauten herauf,

    mit schneeweißen, zuckrigen Häubchen auf.

    Da hat der Weihnachtsmann herzlich gelacht:

    "Pausback, das hast du fein gemacht!"

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    ST. BARBARATAG

    Der 4. Dezember ist der Tag der heiligen Barbara und es ist üblich,

    an diesem Tag Kirschbaumzweige - die sogenannten Barbarazweige

    - ins Wasser zu stellen.

    Wenn sie am Weihnachtsfest blühen, gilt dies als

    gutes Omen für die Zukunft.


    So schlossen die Bauern auf eine gute Obsternte

    und für junge Mädchen waren sie ein Liebesorakel.

    Der Brauch ist seit 1800 bekannt und geht

    auf das Schicksal der Kaufmannstochter Barbara zurück,

    die zu den beliebtesten Heiligengestalten gehört.


    Kurz vor ihrem Tod benetzte sie einen verdorrten Kirschbaumzweig mit

    Wasser und der Zweig begann bald darauf zu blühen.

    Als Barbarazweige eignen sich neben der Kirsche auch andere

    Obstgehölze und Forsythien. Dem Blütenglück kann man ein wenig

    nachhelfen, indem man die Zweige vor dem Aufstellen eine Nacht

    lang in lauwarmes Wasser legt und an jedem zweiten Tag das Wasser in

    der Vase wechselt.



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    Zur Zeit der Christenverfolgung im 3.Jahrhundert, lebte Barbara in

    Nikomedien am Marmarameer.Sie war die schöne Tochter eines

    wohlhabenden Mannes, der sie (nat. ohne sie zu fragen) einem

    Manne zur Frau versprochen hatte.


    Aber Barbara war schon lange heimlich dem Christentum beigetreten,

    dachte nicht an Heirat, sondern wollte fürderhin ein Leben in Demut

    und Armut führen, was den Vater zur Raserei brachte.


    Als er auf eine Geschäftsreise ging, ließ er Barbara, in der Hoffnung,

    sie möge wieder zu Sinnen kommen in einen Turm einschließen. Sie aber

    wandelte die Not in Tugend, ließ ein dreifaltiges Fenster in den Turm

    brechen, brachte ein Kreuz zum Zeichen ihres Glaubens an und lebte so

    wie die erste Nonne.


    Als der Vater zurückkam, war sie gläubiger und fester, als je zuvor

    und er schwor, sie höchst selbst den Folterknechten zu übergeben, was sie

    aber nicht ängstigte. Also schleifte der Vater sie vor den Richter und

    alles Drängen, sie möge sich wieder vom Irrglauben des Christentums

    trennen, half nichts. Und selbst unter der schwersten Folter starb

    sie nicht, so daß der eigene Vater ihr den Kopf abschlagen mußte.


    Da aber fuhr ein Blitzstrahl vom Himmel und erschlug den Vater.

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    Es rauscht der Wind im Winterwalde

    durch die kühle graue Flur

    und ein Jeder hofft, – schon balde

    find er St. Niklolauses Spur.


    Ach, wann wird er endlich kommen,

    dieser heiß ersehnte Gast?

    Kinder blicken teils benommen

    von Baum zu Baum, von Ast zu Ast.


    In den Blicken heißes Sehnen,

    Fragen, was wird dann geschehn?

    Und mancher tut schon mal erwähnen,

    “Ich hab St. Nikolaus gesehn”.


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    Langsam neigt der Tag sich nieder,

    Die Winternacht, sie steigt herauf,

    als ein leises Raunen wieder,

    stoppt der Kinder frommen Lauf.


    Da aus dunstigem Gefilde

    steigt wie eine Nebelnacht,

    ein stilles schattiges Gebilde,

    und die Dämmerung ist erwacht.


    Kinderblicke werden helle

    die Gesichter sind verzückt,

    als Nikolaus an der Tagesschwelle,

    tritt in ihren Sehnsuchtsblick.


    Du guter alter Nikolaus,

    du Freund der Kinder nah und fern,

    leer Deinen Sack heut bei uns aus,

    wir alle haben dich so gern.



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    unbekannter Verfasser

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    Die Legende von der Rettung aus Seenot

    Lang, lang ist's her. Es gab noch keine Autos,

    keine Eisenbahnen und auch noch keine Flugzeuge.

    Die Seeleute, die damals mit ihren Schiffen über das Meer fuhren,

    spannten große Segel auf. Die Kraft des Windes trieb ihr Schiff von Hafen zu Hafen.


    Aus dieser Zeit erzählt man sich die Geschichte, wie der heilige Nikolaus,

    der Bischof von Myra, zum Schutzpatron der Schiffer geworden ist.


    Eines Tages segelte ein stolzes Schiff durch das Mittelmeer.

    Es wollte nach Konstantinopel. An Bord trug es reiche Schätze Arabiens.

    Es war wohlausgerüstet und hatte eine tüchtige Mannschaft.

    Der Kapitän war ein alter, erfahrener Seemann.

    Schon war der ersehnte Hafen nicht mehr weit, da verdüsterte sich der Himmel, Wind sprang auf,

    und die Kämme der Wellen wurden schaumig und weiß.


    Doch der Kapitän hatte mit seinem Schiff schon so manches böse Wetter durchgestanden.

    Er wußte, was zu tun war. Er ließ die Segel reffen. Das Ruder nahm er selber in die Hand.

    Genau dem Wind entgegen, drehte er den Bug seines Schiffes.

    Die Seeleute gehorchten seinen Befehlen aufs Wort. Doch der Wind wurde immer wütender, wuchs zum Sturm,

    heulte in den Tauen und Masten und riß den Leuten die Worte vom Mund.


    Noch kämpfte das Schiff unverdrossen gegen die Wellen an.

    Aber schon türmte der Sturm das Wasser zu Bergen,

    schon warfen sich die Wellen über die Bordwand und überspülten das Deck.

    Breitbeinig stand der Kapitän und hielt das Ruder fest.

    Sein Steuermann half ihm dabei. Jetzt prasselten Regenschauer hernieder.

    Es wurde finster wie in der Nacht; eine Nacht ohne Stern, ohne Mond.

    Wieder schäumte ein Wellengebirge hoch auf, zerbrach und stürzte auf das Schiff.

    Das Holz ächzte. Ein Zittern durchlief den Schiffsrumpf und alle, die er trug.

    Pfeifen und Knirschen fuhr durch den Mast, ein Splittern, ein Krachen!

    In halber Höhe zerbarst ein Mast. Wie wild hieben die Männer mit Beilen

    und Äxten die Taue durch, damit das Wasser das gebrochene Holz wegschwemmen konnte.

    Doch eine Woge riß den mächtigen Mast hoch auf, schlug ihn gegen das Schiff

    und stieß ein Loch in die Bordwand. Immer noch hielten die Taue den Rammbock.

    Da liefen die Seeleute fort, um dem wildgewordenen Mastholz zu entgehen.

    Schon sah der Kapitän sein Schiff verloren,

    da fiel ihm in der höchsten Not ein, was er einst vom Bischof Nikolaus von Myra gehört hatte.


    „Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus! Bitte für uns!”, schrie er dem Sturm entgegen.

    Die Seeleute, die ihm am nächsten standen, hörten seinen Schrei.

    Sie nahmen den Ruf auf. So drang er bis in das Vorschiff.

    „Sankt Nikolaus! Bitte für uns!”, schrien die Matrosen.

    Mit einem Male wurde es ein wenig heller. Plötzlich stand mitten auf dem Schiff ein Mann,

    den sie nie zuvor gesehen hatten. Er schwang seine Axt und hieb auf die Haltetaue ein.

    Die Matrosen faßten durch sein Beispiel wieder Mut und kappten die letzten Taue,

    die den gefährlichen Mastbaum noch hielten.

    Die nächste Woge trug ihn weit vom Schiffsrumpf fort.

    Stunden noch wütete das Wasser, doch nach und nach wurden die Wellen zahmer,

    und allmählich flaute der Wind ab.

    Als schließlich die Sonne zwischen jagenden Wolken hin und wieder hervorschaute,

    da war die ärgste Gefahr vorbei.

    Aber wie sah das stolze Schiff aus!

    Wie ein zerzauster Vogel trieb es auf dem Meer. Zerrissen die Planken, zersplittert die Bordwand,

    verwüstet das Deck, weggeschwemmt die Ladung.

    Endlich übergab der Kapitän dem Steuermann wieder das Ruder.

    „Bringt mir den Mann her, der uns gerettet hat!”, befahl der Kapitän.

    Doch so sehr die Seeleute auch suchten, sie fanden ihn nicht

    .

    Am nächsten Tag tauchte die Küste von Kleinasien in der Ferne auf.

    Ein Notsegel, am Maststumpf mühsam aufgeknüpft,

    trieb sie langsam in den Hafen von Myra.

    Die Matrosen vertäuten das verwundete Schiff.

    Sie warfen sich in ihre Kojen und wollten nichts als schlafen, schlafen, schlafen.

    Der Kapitän aber ging mit seinem Steuermann zur Kirche von Myra hinauf.

    Er wollte dem Herrn für die Rettung aus Seenot danken.

    In der Kirche wurde gerade ein Gottesdienst gefeiert.

    Vorne am Altar stand der Bischof. Als die Seeleute näher kamen, erkannten sie ihn.

    Sie sahen, daß er der Mann war, der ihnen auf dem Meer so wunderbar geholfen hatte.

    Da priesen sie Gottes wunderbare Güte.

    Überall verbreitete sich unter den Seeleuten diese Geschichte.

    So wurde der heilige Nikolaus der Patron aller Seeleute und Schiffer.

    © Willi Fährmann

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    Der Engel der nicht singen wollte

    von Werner Reiser


    Als die Menge der himmlischen Heerscharen über den Feldern von Betlehem jubelte:

    "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden",

    hörte ein kleiner Engel plötzlich zu singen auf.


    Obwohl er im unendlichen Chor nur eine kleine Stimme war,

    machte sich sein Schweigen doch bemerkbar. Engel singen in geschlossenen Reihen,

    da fällt jede Lücke sogleich auf. Die Sänger neben ihm stutzten und setzten ebenfalls aus. Das Schweigen pflanzte sich rasch fort und hätte beinahe den ganzen Chor ins Wanken gebracht, wenn nicht einige unbeirrbare Großengel mit kräftigem Anschwellen der Stimmen den Zusammenbruch des Gesanges verhindert hätten. Einer von ihnen ging dem gefährlichen Schweigen nach. Mit bewährtem Kopfnicken ordnete er das weitere Singen in der Umgebung und wandte sich dem kleinen Engel zu.


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    Warum willst du nicht singen?" fragte er ihn streng. Er antwortete: "Ich wollte ja singen.

    Ich habe meinen Part gesungen bis zum "Ehre sei Gott in der Höhe". Aber als dann das mit dem "Frieden auf Erden unter den Menschen" kam, konnte ich nicht mehr weiter mitsingen.


    Auf einmal sah ich die vielen Soldaten in diesem Land und in allen Ländern.

    Immer und überall verbreiten sie Krieg und Schrecken, bringen Junge und Alte um

    und nennen das Frieden. Und auch wo nicht Soldaten sind, herrschen Streit und Gewalt, fliegen Fäuste und böse Worte zwischen den Menschen und regiert die Bitterkeit gegen Andersdenkende. Es ist nicht wahr, daß auf Erden Friede unter den Menschen ist, und ich singe nicht gegen meine Überzeugung! Ich merke doch den Unterschied zwischen dem, was wir singen, und dem, was auf Erden ist.

    Er ist für mein Empfinden zu groß, und ich halte diese Spannung nicht länger aus."


    Der große Engel schaute ihn lange schweigend an. Er sah wie abwesend aus. Es war, als ob er auf eine höhere Weisung lauschen würde. Dann nickte er und begann zu reden:

    "Gut. Du leidest am Zwiespalt zwischen Himmel und Erde, zwischen der Höhe und der Tiefe. So wisse denn, daß in dieser Nacht eben dieser Zwiespalt überbrückt wurde.

    Dieses Kind, das geboren wurde und um dessen Zukunft du dir Sorgen machst

    , soll unseren Frieden in die Welt bringen.

    Gott gibt in dieser Nacht seinen Frieden allen und will auch den Streit der Menschen gegen ihn beenden. Deshalb singen wir, auch wenn die Menschen dieses Geheimnis mit all seinen Auswirkungen noch nicht hören und verstehen. Wir übertönen mit unserem Gesang

    nicht den Zwiespalt, wie du meinst. Wir singen das neue Lied."

    Der kleine Engel rief: "Wenn es so ist, singe ich gerne weiter."


    Der Große schüttelte den Kopf und sprach: "Du wirst nicht mitsingen.

    Du wirst einen anderen Dienst übernehmen.

    Du wirst nicht mit uns in die Höhe zurückkehren. Du wirst von heute an den Frieden Gottes und dieses Kindes zu den Menschen tragen. Tag und Nacht wirst du unterwegs sein.

    Du sollst an ihre Häuser pochen und ihnen die Sehnsucht nach ihm in die Herzen legen.

    Du musst bei ihren trotzigen und langwierigen Verhandlungen dabei sein und mitten ins Gewirr der Meinungen und Drohungen deinen Gedanken fallen lassen.

    Du musst ihre heuchlerischen Worte aufdecken und die anderen gegen die falschen Töne misstrauisch machen. Sie werden dir die Türe weisen,

    aber du wirst auf den Schwellen sitzen bleiben und hartnäckig warten.

    Du musst die Unschuldigen unter deine Flügel nehmen und ihr Geschrei an uns weiterleiten. Du wirst nichts zu singen haben, du wirst viel zu weinen und zu klagen haben.

    Du hast es so gewollt.

    Du liebst die Wahrheit mehr als das Gotteslob.

    Dieses Merkmal deines Wesens wird nun zu deinem Auftrag.

    Und nun geh. Unser Gesang wird dich begleiten, damit du nie vergisst,

    daß der Friede in dieser Nacht zur Welt gekommen ist."



    Der kleine Engel war unter diesen Worten zuerst noch kleiner, dann aber größer und größer geworden, ohne daß er es selber merkte.

    Er setzte seinen Fuß auf die Felder von Betlehem. Er wanderte mit den Hirten

    zu dem Kind in der Krippe und öffnete ihnen die Herzen,

    daß sie verstanden, was sie sahen. Dann ging er in die weite Welt und begann zu wirken. Angefochten und immer neu verwundet, tut er seither seinen Dienst und sorgt dafür,

    daß die Sehnsucht nach dem Frieden nie mehr verschwindet, sondern wächst,

    Menschen beunruhigt und dazu antreibt, Frieden zu suchen und zu schaffen.

    Wer sich ihm öffnet und ihm hilft, hört plötzlich wie von ferne einen Gesang,

    der ihn ermutigt, das Werk des Friedens unter den Menschen weiterzuführen.


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    der Grog


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    Getränke mit Schuss

    Klirrende Kälte, durchgefrorene Hände und Füße -

    da tut ein kräftiger, heißer Punsch oder ein echter Grog richtig gut.

    Die aromatischen Getränke mit Schuss stammen ursprünglich

    aus unterschiedlichen Gegenden der Erde.


    Admiral Grog"

    Den Grog soll ein britischer Admiral Mitte des 18. Jahrhunderts erfunden haben.

    Der Seemann trug ausschließlich Hosen aus derbem Grogramstoff

    und hatte den Spitznamen "Admiral Grog".

    Da er den rationierten Rum auf hoher See meist mit heißem Wasser verdünnte,

    bekam das Getränk schließlich seinen Namen.


    Verfeinern

    Heute kann man Grog mit verschiedenen aromatischen Tees

    oder mit Rotwein und Kaffee verfeinern.

    Kleine Inseln in der Karibik, übersät von Zuckerrohrplantagen,

    sind die Heimat des Rums. Zunächst ist das Zuckerrohrdestillat wasserklar.

    Und bleibt "Weißer Rum", wenn es in Edelstahltanks reift.

    "Brauner Rum" erhält seinen goldgelben Farbton in Fasern

    aus amerikanischer Weißeiche, bernsteinfarben

    wird er durch Zusatz von Zuckercouleur. "Original Rum" darf sich das flüssige Feuer

    von den sonnigen Inseln nur bei einem Alkoholgehalt von 73-80 Volumenprozent nennen. Der "Echte Rum" wurde bereits mit Wasser auf Trinkstärke herabgesetzt,

    muss aber mindestens 37,5 Alkoholprozente haben.

    "Rum-Verschnitt" ist eine Mischung von mindestens

    5 Prozent Originalrum mit anderem Alkohol.


    Wir schätzen den "steifen Grog" an kalten Winterabenden als Seelenwärmer.

    Dabei hat der Rum-Klassiker eine ganz andere Ursprungsgeschichte.

    Und die ist eng verknüpft mit der Karibik und der britischen Royal Navy.

    Es war im 17. Jahrhundert, als die Besatzung eines britischen Schiffes

    vor dem sicheren Tod bewahrt wurde, weil sie statt des faulig gewordenen Trinkwassers

    an Bord Rum zu trinken bekommen hatte.

    Diese wundersame Rettung sprach sich schnell auf den Weltmeeren herum,

    und 1731 wurde auf allen Schiffen seiner Majestät die tägliche Ration von einer Gallone Bier (4,5 Liter) durch ein Pint Rum (1/2 Liter) ersetzt.

    Die Folgen blieben jedoch nicht aus! Auch der beliebte Admiral Vernon mußte feststellen, daß das großzügig ausgeschenkte hochprozentige Getränk die Disziplin seiner Truppe erheblich einschränkte. So erließ er am 21. August 1740 die berühmte Order,

    den Rum mit einem Quart (1,14 Liter) Wasser zu verdünnen.

    Der Admiral hatte den Spitznamen "Old Grog",

    da er bei kalter Witterung stets einen "Grogham",

    einen Mantel aus lodenähnlichem Material, trug.

    Er wurde zum Namen seines neu kreierten Bordgetränks.

    Die verdünnte Rum-Ration wurde den Offizieren täglich um 11 Uhr

    vormittags im "Spirit room" serviert. Die Mannschaft durfte eine Stunde später und nochmals um sechs Uhr abends auftanken.

    Erst 239 Jahre später, am 1. August 1970, ging diese Tradition zu Ende.

    Auf sämtlichen britischen Kriegsschiffen leerte man an diesem Tag

    ein letztes Mal die Grogbecher mit einem Toast auf die Königin.

    niemals aufgeben

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    Das Räuchermännchen


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    Jahr für Jahr geht's zum Advent auf den Boden hinauf,

    wird ein Männlein aufgeweckt: "komm, nun stehst du auf!"

    Ist es unten in der Stube, rührt sichs nicht vom Fleck,

    steht wo's steht, doch bald geht's los, bläst die Schwaden weg.


    Wenn das Räuchermännchen nebelt und es sagt kein Wort dazu,

    und der Rauch steigt an die Decke hinauf,

    sind wir alle zusammen so froh.

    Und schön ruhig ist's im Stübchen, steigt der Himmelsfrieden herunter,


    doch im Herzen lacht's und jubelt's,

    ja die Weihnachtszeit ist da.

    Es hat zwei steckendürre Beine und einen hohlen Leib,

    zieht bedächtig an der Pfeife zu seinem Zeitvertreib.


    Hat ein feines schönes Jäckchen an, auf dem Kopf einen Hut,

    aber Maul und Nase sind schwarz, weil's viel dampfen tut.

    Wenn das Räuchermännchen ...

    Kommt zum Fest der große Junge aus der Fremde heim,


    springt der Kleine herum vor Freude, ach, das ist ein Leben.

    Bricht dannach die Dämmerung herein, nehmen wir den Räuchermann,

    stellen ihn mitten auf den Tisch, zünden ein Kerzchen (Räucherkerzchen) an.

    Wenn das Räuchermännchen ...


    Ist der Heilige Abend nun 'ran, wird ein Jedes zum Kind.

    Wieder werden in jedem Haus Lichter angezündet.

    Jedes hofft, dass es zum Heiligen Christ auch ein Päckchen kriegt.

    Überall ist Glanz und Pracht, und wie gut das riecht.

    Wenn das Räuchermännchen ...


    Erich Lang, Adventszeit 1937


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    Am Anfang war... die qualmende Teig-Figur

    Die munter qualmenden Holzgestalten, die im Lied besungen werden,

    sind allerdings älter als Erich Langs Lied.

    Die ersten gedrechselten Räuchermännlein in Form von Pfeifenrauchern

    werden Ferdinand Frohs und Friedrich Haustein zugeschrieben,

    die sie etwa um 1850 herum im erzgebirgischen Seiffen herstellten.

    Dabei kamen die ersten rauchenden Figuren schon in den 1820er-Jahren

    aus dem thüringischen Sonneberg - sie bestanden aber nicht aus Holz.

    Die Thüringer Rauchgestalten wurden aus einem Spezialgemisch aus Schlemmkreide, Knochenleim, Roggen- oder Sägemehl geformt, der tagelang trocknen musste.

    Die "Raachermannln" aus dem Erzgebirge wurden dagegen aus Holz gedrechselt.


    Räuchermänner - oder Räuchermännl,

    wie sie liebevoll im sächsischen Erzgebirge genannt werden

    - haben ihren Ursprung in dem traditionell starken christlichen Glauben

    der Bewohner der Region. Zunächst waren Räuchermännchen

    schlicht Abdeckungen für Räucherkerzen und Räucherkegel

    und dienten dem komfortablen Abbrennen von Weihrauch,

    dem leichteren Transport des duftenden Inhalts

    bzw. der Vermeidung von Haus- und Wohnungsbränden.


    Die traditionellen Formen sind in den verschiedenen Berufen

    der Zeit begründet: z.B. Jäger, Bergmann, Polizist, Soldat usw.


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    Das Räuchermännchen ist zweigeteilt und innen hohl mit einem Luftloch zum Mund hin,

    auf dem Fußteil wird eine Räucherkerze angezündet und dann das Oberteil (der Körper) daraufgestellt. Meist schmückt eine Pfeife den Mund, aus dem dann der Rauch austritt

    und den Raum mit einem angenehmen weihnachtlichen Tannenduft erfüllt.

    Heute gibt es inzwischen auch eine Vielzahl an Düften wie Weihrauch- oder Weihnachtsduft.

    niemals aufgeben

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    weist du warum wir

    Grübchen auf der Oberlippe haben

    nein dann erzähle ich es dir


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    Eine alte Geschichte besagt, wenn Kinder auf die Welt kommen,

    so wissen sie noch alles über Gott, den Himmel und die Engel.

    Dann legt der Engel des Kindes seinen Finger auf die Lippen des Säuglings,

    um ihm den Mund zu versiegeln,

    damit es die Geheimnisse der geistigen Welt nicht ausplaudern kann.

    Und deshalb haben wir alle auch dieses Grübchen auf der Oberlippe.

    Und doch, die Kinder erinnern sich an ihre Engel.

    Und nicht nur das, Kinder sehen ihre Engel auch.

    Welches Kind hat nicht einen für uns unsichtbaren Freund?


    Besonders Babys, wenn sie einfach eine Richtung lächeln und lachen,

    dann kannst du sicher sein, das ein Engel mit dem Kindlein spielt.


    Doch wenn wir Menschen älter werden,

    die harte, ernste Welt unser kindliches Gemüt zumauert,

    dann haben die Engel auch nicht mehr so leicht Kontakt zu uns.

    Wir müssen bewusst unser Herz öffnen um die Engel wieder wahrzunehmen.

    Gehe nur mal bewusst durch deinen Alltag, überall begegnen dir dann Engel.

    Auf Zeitschriften, in Schaufenstern, auf Dekorationen...

    Um Engel bewusst in unser Leben zu "locken" braucht es nicht viel

    und doch erscheint es Vielen als ungeheuer schwierig.


    Es braucht ein offenes, ehrliches Herz. Sei du wie ein Kind,

    das heißt jetzt aber nicht du benimmst dich nun kindisch

    mit einem Lolli im Mund und einem Luftballon in der Hand,

    sondern freuen dich sich über Kleinigkeiten. Beobachte du eine Schnecke.

    Tanzt du im Regen. Lebe dein Leben lustvoll.

    Zeigen du deine Gefühle, wenn du Lachen willst,

    dann lachst, auch über dich selbst, wenn du Weinen musst, dann weinst du.

    Befreie dich aus den harten, starren Klauen der Gesellschaft.

    Du bist du und das ist wunderbar und von Gott so gewollt!



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    niemals aufgeben

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    Die Stechpalme oder auch Ilex genannt


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    Die Gewöhnliche Stechpalme, botanisch Ilex aquifolium,

    ist die einzige in Mitteleuropa heimischen Art der Gattung Ilex.

    Sie hat schon früh eine große Bedeutung für die Menschen gehabt.

    Als immergrünes Laubgehölz war diese Art für unsere Vorfahren etwas Besonderes.

    Die Druiden glaubten an die magischen Kräfte des Ilex.

    Ilexzweige dienten unter anderem als Schutz vor bösen Geistern.


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    Weil die in Europa heimischen Stechpalmen (Ilex aquifolium) auch im Winter ihre Blätter behalten, haben sie im Glauben der Menschen immer eine besondere Rolle gespielt.

    Die Druiden hatten in der kalten Jahreszeit in ihren Wohnräumen

    Zweige der Pflanzen, um Feen und guten Waldgeistern Unterschlupf zu bieten. Stechpalmenzweige wurden vielfach auch verwendet, um Unheil abzuwehren, denn sie hatten magische Kräfte und boten Schutz vor Blitzschlag, Hexenzauber und bösen Geistern.


    Sie symbolisiert mit ihren stacheligen Blättern und den roten Beeren

    die mit Bluttropfen besetzte Dornenkrone Jesus.

    Das Rot erinnert an das vergossene Blut Christi

    und das Grün ist das Zeichen der Treue Christi zu uns.

    Rot und Grün sind alte traditionelle Farben zur Weihnachtszeit.


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    In angelsächsischen Ländern werden sie noch heute in der Weihnachtszeit am Kamin aufgehängt. Mit diesem Brauch soll verhindert werden, dass ein böser Geist durch den Schornstein ins Haus gelangen kann.


    Auch in anderer Hinsicht ist die Stechpalme eng mit dem Leben der Menschen verbunden:

    Aus ihrem Holz wurde Goethes Spazierstock geschnitzt,

    am Palmsonntag trägt man ihre Zweige zur Weihe

    und angeblich ist auch Hollywood nach ihr benannt.

    Ihr winterlicher Beerenschmuck wiederum trägt dazu bei,

    dass dieser Baum auch heimische Vögel glücklich macht,

    denn die leuchtenden Beeren sind eine nahrhafte Winterspeise.

    niemals aufgeben

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    Die Weihnachtsmaus

    von Sarah Sofia Granborg


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    Ausgerechnet in der Weihnachtszeit musste uns so etwas passieren!

    Ich kam morgens nichts ahnend in die Speisekammer,

    da fiel mir eine Packung Cornflakes auf den Kopf.

    Einfach so, ohne dass jemand anwesend war! Sie musste wohl nicht richtig im Regal gestanden haben und war von allein heruntergefallen...

    Doch dann erblickte ich das Kräutersalz. Der Deckel war offen,

    es war umgefallen und ein Teil des Inhalts lag daneben, auf dem Küchenschrank verstreut.

    Als ich schliesslich noch die aufgerissenen Rosinen fand, gab es keinen Zweifel mehr:

    wir waren nicht allein im Haus!

    Nun wohnen wir nicht erst seit gestern auf dem Lande und sind uns durchaus bewusst, dass Herbst und Winter die Jahreszeiten sind, in denen die Mäuse in den Häusern Zuflucht suchen. Aber gerade zu Weihnachten? Wie viel Pech kann man denn haben?!!

    Und überhaupt, sie sollten doch schon längst in den Häusern sein!

    Warum lief denn da draussen noch immer eine frei herum?

    Nun, da half alles nichts, wir mussten schleunigst Fallen aufstellen

    und sie bald möglichst fangen. Denn jetzt war es erst. Mit einer Maus in der Speisekammer ist nicht zu spassen! Es ist Maus gegen Mensch. Entweder bekommt SIE den Weihnachtsbraten (und -kuchen) oder WIR! Wenn wir das Fest nicht gänzlich ruiniert wissen wollten, hatten wir schnell zu handeln!


    Gesagt, getan. Ich räumte die ganze Kammer leer. Zum einen um zu sehen,

    wie umfassend der Schaden war und zum anderen,

    um alles noch rechtzeitig vor dem Fest wieder sauber zu haben

    und die angeknapperten Vorräte ergänzen zu können.

    Die Arbeit war mühselig, anstrengend und zeitraubend,

    denn unsere Speisekammer ist in der Regel so voll gestopft,

    dass man damit glatt ein ganzes Regiment

    für ein halbes Jahr lang durchbringen könnte.

    Und zu Weihnachten ist sie ganz bestimmt nicht leerer!

    Endlich war ich fertig, mein Mann hatte die Fallen aufgestellt

    und sogar das Fenster war jetzt geputzt! Aber etwas hatte mich stutzig gemacht. Normalerweise riecht es ‘nach Maus’, wenn man ‘Nager-Besuch’ hat und auch hatte ich keine Exkremente gefunden. Schon komisch, aber vermutlich war sie noch nicht so lange in der Kammer gewesen, als ich den Schaden entdeckt hatte und versteckte sich jetzt hinter Küchenschrank oder Regalen... Wer weiß!


    Die Tage verstrichen, der heilige Abend rückte immer näher, aber keine Maus war in die Fallen gegangen, obgleich der Speisekammerboden einem Mienenfeld glich.

    Wir hatten nur die feinsten Spezialitäten in die Fallen gepackt, von denen wir wussten, dass eine jede ‘Feinschmecker-Maus’ sie lieben würde: die saftigsten, frischen Rosinen und winzige ‘After-Eight’-Stückchen!


    Inzwischen hatten wir einen weiteren ‘Angriff’ auf das Lebensmittellager feststellen können. Also es war klar, wir mussten nun energischer zu Werks gehen! Doch was tun? Verzweifelt wandten wir uns an die ‘Ratten-Frau’, die Dame, die für solche Problematiken in unserer Gemeinde zuständig ist.

    Nein, Ratten hätten wir sicher nicht, meinte sie entschlossen und gab mir eine Liste über alles mögliche andere Getier, das bei uns Zuschlupf gefunden haben könnte und riet mir, direkt unter dem Fenster eine Falle aufzustellen, die das Tier lebendig fangen könnte.

    “Und sieh zu, dass es eine richtig grosse Falle ist, denn du weisst nicht, was sich da alles herumtreiben kann! Es können in der Tat recht grosse Tiere sein”.

    Kreidebleich eröffnete ich meinem Mann die Neuigkeiten.

    Er eilte daraufhin in den nächsten Baumarkt.


    Noch einen Tag bis Heiligabend! Ich hatte langsam die Nase voll vom täglichen Putzen, ‘Lebensmittel-Wegwerfen’ und ‘wieder-neu-Erstatten’, in der Hoffnung, dass wir morgen dann doch noch ein gutes und unangeknappertes Mahl einnehmen würden können!

    Am Morgen des heiligen Abends traute ich mich überhaupt nicht mehr in die Speisekammer. Was nun, wenn gar nichts mehr vom Festtagsessen übrig war?

    Dann wäre unser schönes Fest ruiniert, bevor es überhaupt angefangen hatte! Glücklicherweise bot mein Mann sich an, die Fallen zu überprüfen und kam alsbald schelmisch lachend zurück.

    “Wir haben den Übeltäter gefangen!” rief er freudig aus.

    “Wie schlimm ist es?” kreischte ich hysterisch.

    “Ist überall Blut? Hat sie alles angefressen?

    Darf ich den ganzen Heiligabend wischen und putzen?” Ich war den Tränen nahe.


    “Nein, kein Blut, wir haben sie lebendig gefangen und soweit ich sehen kann, muss sie in die Falle gegangen sein, gleich nachdem sie durchs Fenster gekommen war... aber du solltest in Zukunft wirklich aufpassen, dass du das Fenster nicht mehr so weit offen stehen lässt...!” er schaute mich jetzt eher spöttisch an,

    “Ach noch was: Ehe ich es vergesse! Es ist keine Maus, sondern eine Katze!”

    “Waaas?!” schrie ich nun noch hysterischer.

    Jetzt waren die Kinder dazugekommen und wollten unbedingt den ungebetenen Besucher begutachten und schließlich erklang es einstimmig, als sie sahen, dass es sich noch um ein recht junges und hübsches Kätzchen handelte:

    “Mami, Mami dürfen wir die Katze behalten? Ich will auch sonst gar nichts zu Weihnachten, nur die Katze behalten dürfen!”

    Und so kam es, dass wir die verkannte Maus feierlich ins Haus einluden und zwangsweise in den Kreis der Familie aufnahmen.

    Jedoch hat sie sich seither den Spitznamen ‘Mausi’ gefallen lassen müssen!




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    niemals aufgeben