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ich war diese Woche auf der Fachmesse Integra und hatte dort die Möglichkeit, mir verschiedene Rollstühle (unter anderem von Ottobock) anzuschauen. Aktuell fahre ich einen faltbaren Küschall-Standard-Rollstuhl (ausgelegt für 130–150 kg, ca. 5 cm breiter als ein normaler Standardrollstuhl) in Kombination mit dem Alber e-motion M25 Hilfsantrieb.
Mein aktueller Rollstuhl ist jetzt zwischen 18 und 24 Monate alt und zeigt im harten täglichen Gebrauch bereits deutliche Verschleißerscheinungen. Teile wie die Bereifung, die kleinen Vorderräder und die Abstützungen müssen bereits komplett ausgetauscht werden.
Gewichtsabnahme und veränderte Statur
Bei mir wurde endlich eine Stoffwechselkrankheit anerkannt und ich werde seither wegen Diabetes (Zuckerkrankheit) dauerüberwacht. Durch eine erfolgreiche Ernährungsumstellung und Therapie konnte ich in etwa dreiviertel Jahren gut 20 Kilo an Gewicht verlieren.
Das große Problem – das ich auch erst noch mit meinem Arzt besprechen muss – ist allerdings, dass das hartnäckige Bauchfett geblieben ist. Abgesehen davon merke ich aber deutlich, dass ich insgesamt schmäler geworden bin. Dadurch wirkt mein aktueller Rollstuhl, der für ein Körpergewicht von 130 kg ausgelegt war, mittlerweile viel zu breit.
Mein größtes Problem: Türbreiten bei der Wohnungssuche
I habe mir in Wien bereits mehrere Wohnungen angesehen, aber leider scheitert es meistens an den schmalen Türen der bestehenden Bauordnung.
Neuer Lösungsansatz: Aluminium-Aktivrollstuhl
Auf der Messe habe ich erfahren, dass ich mit meinem aktuellen Körpergewicht von 110 kg theoretisch auch einen Aluminium-Aktivrollstuhl nutzen könnte. Da das Personal vor Ort jedoch völlig überfordert war, konnte ich leider keine Testfahrt machen.
Da ich selbst starker Spastiker bin und unter Muskelschwäche leide, stellen sich mir nun folgende Fragen, bei denen mir eure Erfahrungen sehr helfen würden:
- Leichtgängigkeit: Ich bin mir unsicher, wie viel Kraft mich die Fortbewegung kosten wird. Früher, als ich einen einfachen Standard-Rollstuhl (Kassenmodell für ca. 350 €) ohne Motorunterstützung hatte, konnte ich mich fast gar nicht selbst schieben. Zwar habe ich nun 20 Kilo weniger Gewicht, aber der größte Widerstand ist und bleibt ja das eigene Körpergewicht. Wie schwer oder leichtgängig ist ein Alu-Aktivrollstuhl im Alltag zu bewegen, speziell unter Berücksichtigung meiner Muskel- und Spastiksymptomatik?
- Maße und Platzeinsparung: Wie viele Zentimeter in der Gesamtbreite lassen sich durch eine Maßanfertigung realistisch einsparen im Vergleich zu einem 5 cm breiteren Standard-Faltrollstuhl?
- Krankenkasse und Kosten: Wie stehen die Chancen auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse? Erste Anfragen bei Herstellern wie Ottobock ergaben ohne Zuzahlung der Krankenkasse Kosten von ca. 4.000 bis 5.000 Euro. Gibt es hier Hürden bei der Bewilligung?
I freue mich sehr über eure Einschätzungen, Tipps und Erfahrungsberichte!