• Antragstellung und weitere Auskünfte:
    Sozialamt - Referat Pflegegeld
    1., Schottenring 24
    Telefon: 531 14 - 8585
    Fax: 53114-99-85215


    Anspruch auf eine Leistung nach dem Wiener Pflegegeldgesetz haben Personen, die :
    (1) eine Behinderung haben, die Pflege für mindestens sechs Monate erfordert,
    (2) die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder ÖsterreicherInnen gleichgestellt sind,
    (3) ihren ordentlichen Wohnsitz in Wien haben,
    keinen Anspruch auf Pflegegeld nach dem Bundespflegegeldgesetz haben (also keine Leistungen nach bundesgesetzlichen Vorschriften beziehen, wie z. B. eine Pension).


    Das Pflegegeld wird monatlich ausgezahlt (zwölfmal im Jahr). Je nach Pflegebedarf ist das Pflegegeld in sieben Stufen vorgesehen. Über die Einstufung wird aufgrund eines ärztlichen Sachverständigengutachtens entschieden.


    Stufe 1:
    mindestens 50 Stunden Pflegeaufwand monatlich - € 154,20


    Stufe 2:
    mindestens 75 Stunden Pflegeaufwand monatlich - € 284,30


    Stufe 3:
    mindestens 120 Stunden Pflegeaufwand monatlich - € 442,90


    Stufe 4:
    mindestens 160 Stunden Pflegeaufwand monatlich - € 664,30


    Stufe 5:
    mehr als 180 Stunden Pflegeaufwand monatlich, wenn
    ein außergewöhnlicher Pflegeaufwand erforderlich ist - € 902,30


    Stufe 6:
    mehr als 180 Stunden Pflegeaufwand monatlich, wenn zeitlich unkoordinierbare Betreuungsmaßnahmen erforderlich sind und diese regelmäßig während des Tages und der Nacht zu erbringen sind oder die dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson während des Tages und der Nacht erforderlich ist, weil die Wahrscheinlichkeit einer Eigen- oder Fremdgefährdung gegeben ist - Euro € 1.242,00


    Stufe 7:
    mehr als 180 Stunden Pflegeaufwand monatlich, wenn keine zielgerichteten Bewegungen der vier Extremitäten mit funktioneller Umsetzung möglich sind oder ein gleichzuachtender Zustand vorliegt - € 1.655,80


    Die notwendigen Formulare findet Ihr in unserer Database

    ;) Man ist nicht behindert, man wird behindert. :cursing:

  • Die längst fällige Erhöhung des Pflegegeldes wurde auch mit 01.01.2014 NICHT durchgeführt.


    Es gelten weiterhin die im oberen Beitrag aufgezählten Stufen und Beträge (Stand 2009) :thumbdown:


    Wann wachen unsere Volksvertreter auf und erkennen das die Rechnung nicht mehr aufgeht ????

    ;) Man ist nicht behindert, man wird behindert. :cursing:

  • Hallo,


    das Problem der staatliche Pflegen und der Kosten, besteht nicht nur in Österreich.


    Auch im Nachbarstaat Deutschland, besteht genau der gleiche Sachverhalt.
    Die Konflikt der zu hohen Kosten für die Pflege wurde zwar von den Volksvertretern erkannt, aber es wird nichts weiter übernommen. Statt dessen sind Verbraucher inzwischen gezwungen, sich auch privat für ihre Pflege kümmern.


    Es reicht nicht aus, dass Mitbürger in Deutschland eine private Altersvorsorge betreiben müssen.
    Nein, wenn sie auch im Pflegefall abgesichert sein wollen, sollen sie auch noch eine zusätzliche Versicherung abschließen.
    Es ist bekannt das die finanziellen Leistungen der Krankenkassen nur die Basispflege abdecken. Der Eigenanteil der je jeweiligen Pflegestufen ist zur Zeit so Hoch, dass viele Betroffene ihre eigenen Familienmitglieder in die Pflicht nehmen. Erst wenn alle Reserven aufgebraucht sind (auch die der Familienangehörigen) wird der Staat tätig.

  • Die Bürgerinitiative "PFLEGE LEISTBAR" ist seit dem 31. Oktober 2014 online auf der Homepage des Parlament.


    Unterstützen könnt ihr die Initiative online unter diesem LINK


    Weitere Infos zu "PFLEGE LEISTBAR" findet ihr HIER , auch da könnt ihr Eure Unterstützungserklärung online abgeben.


    Unbedingt mitmachen und weitersagen, es muss etwas geschehen sonst werden wir uns all die Pflege bald überhaupt nicht mehr leisten können.

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  • Unglaublich aber wahr, das Pflegegeld wird/wurde erhöht und zwar ab 1.1.2016 um sagenhafte 2%.


    Was soll man dazu sagen ? Ganze 2% sind jetzt auch nicht die Welt vor allem wenn man bedenkt wie lange die letzte Anpassung her ist. Ich wage mal zu behaupten dass die 2% nicht einmal annähernd die gestiegenen Kosten abdeckt.


    Was machen die 2% denn jetzt genau aus:



    Stufe 1:


    mindestens 65 Stunden Pflegeaufwand monatlich - € 157,30

    Stufe 2:


    mindestens 95 Stunden Pflegeaufwand monatlich - € 290,00


    Stufe 3:


    mindestens 120 Stunden Pflegeaufwand monatlich - € 451,80


    Stufe 4:


    mindestens 160 Stunden Pflegeaufwand monatlich - € 677,60


    Stufe 5:


    mehr als 180 Stunden Pflegeaufwand monatlich, wenn ein außergewöhnlicher Pflegeaufwand erforderlich ist - € 920,30


    Stufe 6:


    mehr als 180 Stunden Pflegeaufwand monatlich, wenn zeitlich unkoordinierbare Betreuungsmaßnahmen erforderlich sind und diese regelmäßig während des Tages und der Nacht zu erbringen sind oder die dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson während des Tages und der Nacht erforderlich ist, weil die Wahrscheinlichkeit einer Eigen- oder Fremdgefährdung gegeben ist - Euro € 1.285,20


    Stufe 7:


    mehr als 180 Stunden Pflegeaufwand monatlich, wenn keine zielgerichteten Bewegungen der vier Extremitäten mit funktioneller Umsetzung möglich sind oder ein gleichzuachtender Zustand vorliegt - € 1.688,90



    Wenn man also den Stand von 2009 und heute vergleicht hat es sich für die Stufen 1 und 2 eigentlich nur verschlechtert da die Stunden an Pflegeaufwand deutlich angehoben wurden.


    Stufe 1 bekommt € 3,10 im Monat mehr muss aber dafür 15 Std. mehr aufwenden.
    Stufe 2 bekommt € 5,70 im Monat mehr muss aber dafür 20 Std. mehr aufwenden.


    Ich werde jetzt lieber nicht ausrechnen was da an Stundenlohn dabei rauskommt aber ich schätze Mal das man im Knast mehr bekommt.

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  • bei uns ist dies nicht anderst
    ich meine mit der Anpassung


    aber heute Morgen kam mir ein Gedanke in den Kopf worüber ich Nachdenken muss


    es wird immer und immer wieder von Mindest Lohn gesprochen
    ist ja auch richtig und wichtig


    mein Mann pflegt mich ja Tag und Nacht
    er macht das gerne und wir sind ja auch schon nächsten Monat 47 Jahre verheiratet
    und zum anderen ist er ja auch per Gesetz dazu verpflichtet mir zu helfen


    und da er dies auch macht bekommt er ja das Pflegegeld


    nur nach welchen Kriterien wird dies Pflegegeld berechnet ?
    da wird berechnet wieviele Minuten und Stunden Notwendig sind um überhaupt
    und dann in welche Pflegestufe man eingeordnet wird


    doch nach welchen Kriterien wird dann die Vergütung für den Pflegenden berechnet


    bestimmt nicht nach einem Mindestlohn ??????

  • Grundsätzlich wird das schon so gerechnet, die Stufen 1-4 ermöglichen ja einen Nebenjob (traurig aber wahr) und bei den Stufen 5-7 hat man ja mehr als das Mindesteinkommen von ca. 850 Euro im Monat. Allerdings hat bei der Stufe 6 und 7 wohl niemand daran gedacht dass man zwar schon bei 190-200 Stunden im Monat das Geld bekommt und es sind ja "nur" 6-7 Stunden täglich was dann einer Wochenarbeitszeit von über 40 Stunden entspricht was ja "noch" erträglich ist doch wenn es mehr als die 200 Stunden sind ist das zwar noch immer Mindestlohn doch nicht mehr von einer einzelnen Person zu stemmen.


    Der Haken dabei ist dass man, sofern man nicht anderwertig versichert ist, von dem Geld dann auch noch Kranken.- und Pensionsversicherung zahlen muss und dann klappt die ganze Rechnung nicht mehr.


    Solange es also von einer einzelnen Person "erledigt" werden kann ist es "noch" Mindestlohn aber wehe man schafft es nicht mehr allein. Hier ist der Gesetzgeber der Meinung dass die "Grundhilfe" durch Angehörige ja selbstverständlich ist (selten so gelacht) doch was wenn es keine Angehörigen mehr gibt.


    Dann wird es zum Problem und viele müssen dann in ein Pflegeheim. Dort musst du dann deinen gesamten Besitz veräußern und kriegst monatlich ein kleines Taschengeld. Da passt dann der Spruch - Zu viel zum sterben, zu wenig zum leben.


    Bei uns bekommt das Pflegegeld die zu pflegende Person und es gibt keine Verpflichtung dass Angehörige die Pflege übernehmen müssen. Den Job kann jeder machen.

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  • Pflegegeld könnte Anfang 2019 erhöht werden


    Eine breite Palette von Themen stand auf der Agenda der ersten Arbeitssitzung des Sozialausschusses des Nationalrats in dieser Gesetzgebungsperiode. Auf Basis von Oppositionsanträgen diskutieren die Abgeordneten unter anderem über den Fachkräftemangel und die geplante Arbeitszeitflexibilisierung. Konkrete Gesetzentwürfe der Regierung lagen noch nicht vor, laut Sozialministerin Beate Hartinger-Klein soll die angekündigte Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge aber demnächst im Ministerrat beschlossen werden. Damit werden 900.000 ArbeitnehmerInnen mit geringem Einkommen entlastet.


    Für Anfang 2019 stellte die Ministerin eine Erhöhung des Pfleggeldes ab Pflegestufe 4 in Aussicht. Die Verhandlungen mit dem Finanzminister laufen allerdings noch. Für SPÖ-Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig ist damit aber auch klar, dass sich die FPÖ von ihrer langjährigen Forderung nach einer jährlichen Valorisierung des Pflegegelds verabschiedet hat.


    Quelle: Österreichisches Parlament

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  • bei uns könnte auch mal etwas erhöht werden


    es werden immer weniger da ja auch die Pflege jedes Jahr ein paar Prozentpunkte teurer wird.


    Durch die Umgestalltung von 3 Pflegestufe auf 5 Pflegegrade wurde zwar in den unteren Pflegegrade

    etwas erhöht beziehungsweise angeglichen doch ich habe Pflegegrad 4 und da hat sich sicher seit 2013 nichts verändert

  • Nach dem es zur Zeit in unserer Regierung zugeht wie in einem Kindergarten und jeder gegen jeden wettert werden wir wohl noch eine Weile auf die fällige Erhöhung des Pflegegeldes warten müssen.


    Unglaublich wie die Dummheit von ein paar Mitgliedern der Regierung so massiven Einfluss auf die gesammte österreichische Bevölkerung hat.

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  • Hat denn irgendwer wirklich geglaubt das die das Pflegegeld erhöhen ? Die haben doch keine Vorstellung was das alles wirklich kostet auch wenn man keine 24Std. Pflege braucht, gibt ja billige Pflegekräfte aus dem Ausland.


    Allein schon der Aufwand um eine geeignete Pflegekraft zu finden ist überirdisch. Ich brauch ja Gott sei Dank keine Pflege aber ich kenn ein paar Rollis die haben echte Probleme damit. Angefangen von schlechten Deutsch Kenntnissen bis hin zu unzureichender Qualifikation und/oder mangelnde Ausbildung, trotzdem werden Kosten in Rechnung gestellt die kaum weniger als für eine echte Fachkraft sind. Leider gibt es nur sehr wenige echte Fachkräfte.


    Da wird überall dafür geworben das man trotz Pflegebedürftigkeit weiterhin im eigenen Zuhause bleiben kann und dann gibt es kein geeignetes und/oder leistbares Personal. Eine echte Schande, ich fürchte schon heute den Tag an dem ich vielleicht selbst Pflege brauche denn ich möchte echt nicht in ein Pflegeheim.


    Wenn man heute keine Familie hat die einem unterstützt ist man echt am Arsch.

  • Da muss ich dir leider zustimmen, meine Nachbarin hat da auch jede Menge Probleme mit den Pflegekräften, sie hat für ihre Tochter 2 Pflegerinnen die sich alle 14 Tage abwechseln, eine davon ist super und weis was sie tut aber die andere verbringt mehr Zeit im Garten mit dem Handy als sich um ihre Arbeit zu kümmern. Sie muss ihr ständig sagen das sie was machen soll und trotz mehrerer Beschwerden gibt es keine andere Pflegekraft, laut Vermittlung sind leider keine anderen Personen die den Job machen wollen verfügbar.


    Zudem kommt das sie selbst zwar die höchste Pflegestufe hat aber trotzdem noch fast 2000 Euro im Monat zu zahlen muss. Ob das jetzt wirklich stimmt weis ich nicht aber ich halte es nicht für unmöglich.

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  • @Polstertiger

    da muss ich dir leider recht geben

    im Letzten Jahr war ich fast soweit das es rum und numm ging

    die Ärzte gaben mich schon auf und sagte mein Mann solle sich um einen Pflegeplatz

    in einem Heim erkundigen.

    Wir erkundigten uns also nach Pflegekräfte aus dem Ausland

    Kosten 2000 Euro pro Monat inklusive Zimmer und verköstigung

    bei 5 Tage und 8 Stunden Woche.

    Meine Nachbarin hatte ein Jahr vorher eine Polin für 1450 Euro

    mit den gleichen Bedingungen plus 200 Ero Fahrgeld alle 3 Monaten zum Wechsel der Person

    aber natürlich alles nur Hausfrauen keine Fachkräfte.


    Meine Nachbarin musste dann Ihr Mann doch in ein Heim geben

    weil auch der Wechsel alle 3 Monate nicht klappte

    sie bezahlte im Monat 2500 Euro zusätzlich zu dem Pflegegeld

    sie musste dann das Haus im 2017 Juni verkaufen er starb dannn im Oktober

    und sie hat es leider auch nur bis dieses Jahr 2019 im Januar geschafft


    Ich habe es Gottseidank noch mal geschafft

    und hoffe das es nicht nochmal so schlimm wird

  • Pflegegeld jährlich angepasst


    Das Pflegegeld soll ab dem kommenden Jahr jährlich valorisiert werden. Die Geldleistung wurde bisher nur sporadisch erhöht und hat seit seiner Einführung im Jahr 1993 laut Experten in Summe rund 35 Prozent an Wert verloren. Künftig soll sich die Erhöhung am Pensions-Anpassungsfaktor orientieren, was für heuer ein Plus von 2 Prozent bedeutet hätte. Der Beschluss im Finanzausschuss fiel einstimmig.


    Quelle: vienna.at


    Rund 462.000 Bezieher eines Pflegegeldes dürfen damit ab Jänner kommenden Jahres mit einer Erhöhung ihrer Leistung rechnen.Das Pflegegeld soll somit ab 1. Jänner 2020 erhöht werden. Die Valorisierung soll ferner für alle sieben Pflegegeldstufen erfolgen.


    Quelle: wienerzeitung.at

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